Der Blog aus Berlin

Meinungen und Gedanken aus dem politischem Alltag Ihres Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek.

CDU und Sportvereine wollen gemeinsam an neuen Lärmgrenzen arbeiten

Ist es heute noch möglich, einen Sportplatz zu betreiben? Diese Frage stellte CDU-Bundestagesabgeordneter Thomas Jarzombek den Vertretern von rund 15 Sportvereinen am Samstag bei einem Treffen im Clubhaus des TUS Gerresheim. Hintergrund sind die Grenzen für Sportlärm im 18. Bundesimmissionsschutzgesetz, die zuletzt für erheblichen Wirbel beim TV Grafenberg gesorgt haben.

Dort konnte ein Anwohner drastische Sanktionen gegen den Verein erwirken, bis hin zu einem Aufnahmestopp für neue Mitglieder. Grund ist nach Auffassung der Teilnehmer die Lärmgrenze, die neun Dezibel unter dem zulässigen Lärm für Straßen in Wohngebieten liegt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Stadtsportbundes, Peter Schwabe, und dem stellv. Sportausschussvorsitzendem im Stadtrat, Dirk Sültenfuß, war man sich schnell einig: Die Lärmgrenzen für Straßen sollen auch für Sportstätten gelten. Außerdem sind die Uhrzeiten viel zu knapp gesetzt, bereits um 17 Uhr am Wochenende muss der Spielbetrieb derzeit eingestellt werden. Hier tut eine Anpassung ebenfalls not.

Was soll nun getan werden? Jarzombek verwies auf den neuen Koalitionsvertrag, der nach der Wahl verhandelt wird. Gemeinsam mit den Vereinen möchte er die Verhandlungsteilnehmer für die Bereiche Sport und Umwelt im Sinne neuer Lärmgrenzen für Sportvereine bearbeiten. Die Ankündigung von SPD-Politikern, Sportlärm unbegrenzt zu allen Uhrzeiten freizugeben, bezeichnete er jedoch als reine Wahlkampfrhetorik. Denn schließlich hätten im Bundestag alle vier Fraktionen einen eben solchen Antrag der Linken abgelehnt. „Man darf nichts versprechen, was man offensichtlich gar nicht halten kann“ so das Credo des Bundestagesabgeordneten.

In die gleiche Kerbe schlägt ein Brief von Bundesumweltminister Peter Altmaier an Thomas Jarzombek wie auch Dirk Elbers. Dabei macht Altmaier das interessante Angebot, einen runden Tisch einzuberufen und auch anhand der konkreten Problemfälle aus Düsseldorf über Lösungen zu sprechen. Ein Angebot, das gerne angenommen wird.

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Google+ teilen Auf XING teilen